Adventskalender
Hl. Nikolaus übergibt Geschenke

Eigentlich wären unsere Nikoläuse wieder zu Kindern in der Pfarrei unterwegs. Aber wie letztes Jahr ist dies leider nicht möglich.

Deshalb gibt es heute eine der vielen Legenden, die sich um den Hl. Nikolaus ranken:

Einst kam über die Stadt Myra und das ganze Land eine große Dürre, die die gesamte Ernte vernichtete. Die Menschen hatten nichts zu essen und überall litten sie großen Hunger.

Eines Tages gingen im Hafen der Stadt Schiffe vor Anker, die alle von unten bis oben mit Getreide beladen waren.

Als Nikolaus davon erfuhr, eilte er sofort zum Hafen und sprach zu den Seeleuten: „Lasst uns ein paar Säcke von eurem Getreide hier, ich bitte euch! Ihr habt so viel davon und die Menschen hier haben schrecklichen Hunger!“

Doch die Seeleute mussten ablehnen: „Tut uns leid, lieber Bischof. Dieses Getreide ist für den Kaiser in Konstantinopel bestimmt. Es ist genau abgewogen und wenn auch nur ein Gramm fehlt, wird er uns fürchterlich bestrafen.“

Darauf entgegnete Nikolaus: „Macht euch keine Sorgen. Gebt uns nur ein wenig, sagen wir hundert Scheffel. Ich verspreche euch, es wird euch in Konstantinopel nicht ein Gramm fehlen, sonst will ich nicht mehr Nikolaus heißen.“ Die Seeleute nahmen Nikolaus beim Wort und gaben ihm schließlich, worum er sie gebeten hatte.

Als sie in Konstantinopel ankamen und das Getreide ablieferten, stellten sie erstaunt fest, dass Nikolaus Recht behalten hatte: Es fehlte nicht ein einziges Gramm. Die hundert Scheffel aber, die sie in Myra gelassen hatten, machten die Menschen dort ganze zwei Jahre lang satt und reichten sogar noch für die Getreideaussaat.